Café Affenbrot in Lübeck

Nachdem wir gestern fleißig das Grunz-Mobil der Albert-Schweitzer-Stiftung unterstützt haben, zogen wir danach weiter ins Café Affenbrot in die Kanalstraße/Ecke Glockengießerstraße, um uns angemessen zu stärken. Das Affenbrot ist ein vegetarisch-veganes Bistro, das ich vor vielen Jahren recht regelmäßig besuchte. In den letzten Jahren wurde das etwas weniger, auch weil ich bei den letzten beiden Besuchen nicht wirklich zufrieden war, was vor allem an den sehr langen Wartezeiten zwischen den einzelnen Aktionen (Karte bekommen, Bestellung, Servieren) lag. Da Franzi aber noch nie dort war entschieden wir uns, es noch einmal zu versuchen.

Die Zielgruppen des Affenbrot sind ganz klar junge Familien mit Kindern und Menschen, die bewusst, biologisch und vegetarisch speisen möchten. Mir kommt es vor als hätte es in früheren Zeiten mehr vegane Gerichte auf der Karte gegeben, aber auch so lässt sich einiges finden und vieles auch veganisieren. Das Café befindet sich im Werkhof und bietet eine leicht hippie-reske Inneneinrichtung mit viel Holz und Farbe, einen Wintergarten und einen großen Aussenbereich, direkt am Wasser (Fotos siehe hier). Es werden nur Lebensmittel aus biologisch-ökologischem Anbau verwendet und alle Gerichte frisch zubereitet. Auch die Getränkeauswahl kann sich sehen lassen und bietet einige ausgefallene Genüsse. Die Speisekarte findet ihr hier.

Ich entschied mich für den Tofuburger für 4,50 € und einen Soja Latte Macchiato für 3,30 €. Beides kam überraschend schnell und schmeckte sehr gut. Einzig den Preis des Burgers muss ich trotz Vollkornbrötchen, Tofubällchen und veganer Remoulade etwas bemängeln, denn auf dem Bild könnt ihr erahnen wie klein er war. Das rührt sicherlich da her, dass das Café Affenbrot als vegetarisches Bistro hier in der Gegend ein absolutes Alleinstellungsmerkmal hat und so gut wie keine Konkurrenz hat. Wer aber den einen oder anderen Euro mehr nicht scheut, Wert auf biologische Lebensmittel legt und nach einem anstrengenden Stadtbummel die Ruhe am Kanal genießen möchte (manchmal unterbrochen von Kinder“lärm“), ist hier genau richtig.

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4 Comments

  • Reply
    KleinesGehopse
    9. Mai 2013 at 20:23

    Der Burger sieht ja wirklich mickrig raus. Für den großen (normalen?!) Hunger wäre das nichts 😉

    Ansonsten, ich find die Philosophie von so einem Café/Restaurant wie dem Affenbrot gut. Hier bei mir in der näheren Umgebung gibt es so etwas leider nicht. Ein Nachteil davon, wenn man ländlich wohnt…

    Liebe Grüße

    • Reply
      Kathrin
      9. Mai 2013 at 20:29

      Hey,

      ich war nach zwei Stunden wieder hungrig. Ich wohne in einer Kleinstadt und muss bis Lübeck ca. 30-35 km fahren. Ich fühle also mit dir;)

      Liebe Grüße
      Kathrin

  • Reply
    Claudia
    11. Mai 2013 at 23:30

    Ich war am Montag das erste Mal im Affenbrot, und es wird für mich wohl auch das letzte Mal gewesen sein. Ich hatte mich sehr auf einen Besuch in einem vegetarischen Restaurant gefreut (ich wohne ebenfalls 40 Km von Lübeck entfernt) und war ziemlich enttäuscht. All die Sachen auf der Karte bekomme ich so oder ähnlich auch auf der vegetarischen Karte in einem normalen Restaurant. Da war nix besonderes bei. Ich hatte gehofft, mal vegetarische Dinge wie Seitan oder Tempeh probieren zu können. Aber die standen gar nicht auf der Karte. Dafür Bauernsalat oder Nudeln mit Tomatensauce. Sehr schade.

    • Reply
      Kathrin
      13. Mai 2013 at 10:33

      Hallo Claudia,
      ich könnte mir vorstellen, dass die Inhaber Seitan, Tempeh und Co. schlichtweg für zu „exotisch“ für eine Stadt wie Lübeck halten. Ich weiß, dass auch viele omnivor lebende Menschen dort essen und die greifen wohl doch eher zu „bodenständigem“, altbewährten. Ich persönlich würde mir allerdings auch eine Erweiterung des Sortiments um solche Dinge wünschen. Aber vielleicht ist es dann nicht mehr „öko“ genug;)

      Liebe Grüße
      Kathrin

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