Ich habe heute leider keine Kooperation für dich

Wieso ich eine Kooperation ablehne

Wahrscheinlich Werbung ohne Auftrag, weil Marken erkennbar

Dieser Artikel war nicht geplant. Aber in letzter Zeit passiert immer wieder etwas, von dem ich mir wünschte, dass ihr – die geneigte Leserschaft dieses Blogs – es auch einmal mitbekommen würdet. Intern spreche ich öfter mal über dieses Thema und neulich fragte schließlich jemand: „Wieso schreibst du da nicht mal drüber?“

Ja, warum eigentlich nicht? Denn ich finde, dass es an der Zeit ist, dass wir mal darüber sprechen, wie viele Kooperationen ich eigentlich so ablehne und welche Gründe es dafür gibt.

Es lässt sich trefflich darüber streiten, wie viele Kooperationen eines Bloggers im Monat „genug“ sind. Wie viele „zu viel“ oder gar „zu wenig“. Die Meinungen gehen da stark auseinander. Bisher hat sich hier zumindest noch niemand beschwert. Mein Gefühl sagt mir, dass ich in der Vergangenheit meist die richtige Auswahl traf, ihr die Zusammenarbeiten als passend für den Blog erachtet habt und meinen Content wertschätzt. Egal, ob ich für meine Arbeit entlohnt wurde oder nicht. Als Blogger habe ich meine Prinzipien und Wünsche und bisher auch immer die passenden Partner für eine Umsetzung gefunden.

Als Leser kenne ich aber auch die andere Seite und sehe oftmals Projekte bei denen ich mir – gelinde gesagt – manches Mal auf die Zunge beiße. Zumal ich manchmal erahnen kann, wie solche Partnerschaften zustanden gekommen sind, da ich die gleiche Anfrage erhalten habe. Und dann sehe ich wieder eine Kooperation, die wie Mors auf Eimer passt und denke mir irgendwas zwischen „Well done“ und „Damn, I wish I got that Job!“

Warum ich als Blogger auch mal NEIN sage

Fakt ist aber, dass wir – so oder so – immer nur die Spitze des Eisberges sehen. Hinter jeder Kooperation die es in einen Artikel schafft, stehen bei einem gut geführten Blog zig, die gar nicht erst zustande kommen. Aus verschiedenen Gründen. Und so möchte ich euch heute zeigen, wieso ich immer öfter NEIN sage und das Blogger beileibe keine x-beliebige Werberampe sein müssen.

Vorab muss ich darauf hinweisen, dass es zugegebenermaßen leichter ist NEIN zu sagen, wenn man einen Blog wie ich nur nebenberuflich betreibt. Egal wie man es dreht und wendet, als Vollzeitblogger kommt man unweigerlich an den Punkt seine Fixkosten decken zu müssen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man seine Grundsätze über Bord werfen und jede angebotene Kooperation annehmen muss. Hier gibt es durchaus leuchtende Vorbilder, die das ganz wunderbar lösen und denen ich jede einzelne Werbeplatzierung abkaufe.

Es ist verlockend. Irgendwann kommt jeder, der regelmässig bloggt und seinen Blog pflegt, an den Punkt an dem Brands an ihn herantreten und um eine Zusammenarbeit bitten. Das kann über eine bezahlte Kooperation passieren oder – und das ist der deutlich häufigere Fall – über einen sogenannten Barter-Deal (Produkt gegen Platzierung) oder unverbindliche PR-Samples, bei denen es dem Blogger freisteht ob und wie er die Produkte auf dem Blog und den dazugehörigen Kanälen präsentiert.

Ich bin die Kuratorin meines Blogs

Wie so viele bin sicher auch ich vor Jahren die ein oder andere Partnerschaft eingegangen, die es so heute vielleicht nicht mehr geben würde. Die Zeit bringt Erfahrung mit sich. Ich weiß heute sehr viel besser, was für mich funktioniert, was mich interessiert und was auf den Blog passt. Im Laufe der Jahre wurde ich zur Kuratorin meines Blogs. Was nicht heißt, dass ich hier nur generische Abziehbilder schaffe, die den Nerv der Zeit und der Leser treffen sollen und ansonsten pastellig-hübsch an der Oberfläche kratzen. Aber ich weiß, was ich will. Für mich und für meinen Blog, mein digitales Wohnzimmer.

Und da gibt es ein paar Dinge, die da einfach nicht reinpassen. Heute möchte ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und euch daran teilhaben lassen. Damit ihr mich vielleicht ein wenig besser versteht und auch Einblicke gewinnt, wie das mit dem Blog so läuft und wieso ihr einige Marken hier nicht seht, die ihr vielleicht erwarten würdet.

Fallbeispiel 1 – Ghosting

Dieser Fall kommt leider recht häufig vor. Eine Marke kommt auf mich zu und ist „total begeistert von meinem professionellen Blog“. Sie würden ja so wahnsinnig gerne mit mir zusammenarbeiten. Ich betone das „professionell“ hier bewusst, denn das wird gleich noch wichtig.

Ich beantworte die Mail und hänge mein Media Kit an, in dem sich alle wichtigen Zahlen zum Blog und die Infos zu den verschiedenen Möglichkeiten der Kooperation befinden. Inklusive MEINER Bedingungen für eine Zusammenarbeit. Ich weiße darauf hin, dass man mir gerne Produkte unverbindlich zum Testen schicken könne, ich dann aber keine Veröffentlichungsgarantie gebe. Die gibt es nur bei einer bezahlten Kooperation. (Oder wenn ICH pro-aktiv ein Produkt anfordere.) Im Nachsatz schreibe ich immer auch noch dazu, dass ich gerne auch ein individuelles Angebot erstelle. Schließlich entwickelt sich da manchmal was ganz tolles draus und es erwachsen langfristige Kooperationen. Da kann man dann auch schon mal „Rabatt“ geben.

Nicht selten kommt es dann aber vor, dass ich gar nichts mehr höre. Nada. Nix. Kein „Sorry, wir haben gerade keine Kohle.“. Kein „Danke, aber wir schicken keine Samples raus, wenn wir nicht sicher gehen können, dass sie auch vorgestellt werden.“. Und das passiert mir nicht nur bei kleinen Start-Ups (die per se nie Budget haben…). Nein, auch wirklich große Marken und Shops haben sich schon durch „Ghosting“ ausgezeichnet. DAS, liebe Brands, ist alles andere als professionell.

Ich gebe zu: Auch für mich gibt es Mails, die ich schlichtweg nicht beantworte. Weil ich sonst zu nichts anderem käme. Welche das sind, kommuniziere ich aber deutlich auf meinem Blog unter Kooperation | Transparenz. Diese Art von Mails fällt für mich allerdings auch nicht nicht unter ernstzunehmendes Blogger Marketing. In allen anderen Fällen erwarte ich jedoch zumindest eine kurze Reaktion und gebe auch selbst ein Feedback. Allein schon, um eventuell (um)planen zu können.  

Fallbeispiel 2 – Unfaire Bedingungen

Dann gibt noch die Anfragen, die mein rechtes Augenlid zucken lassen. Sie starten wie oben beschrieben und nehmen nach meiner Antwort einen ganz merkwürdigen Turn.

Geld habe man nicht wirklich. Man würde gerne erstmal einen Testballon starten und sehen, ob sie als Partner auch etwas von einer Zusammenarbeit hätten. Ob ich ihnen nicht zunächst mit dem Preis entgegen kommen würde. Oder ob erstmal auch ein Barter-Deal okay sei. Man wäre an einer längeren Kooperation interessiert und würde dann in Zukunft sicherlich auch mal zahlen wollen.

Das Sahnehäubchen sind dann die Bitte um do-follow-Links bei bezahlten Kooperationen und die Frage, wie lange denn der Artikel auf dem Blog stehen bleiben würde. Man wünsche sich, dass er für IMMER online bliebe und ich ihn NIEMALS löschen würden.

Ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll. Aber: Würdet ihr zum Bäcker gehen und verlangen, dass er euch ein Brötchen umsonst gibt? Und ihn bezahlen, falls das geschmeckt hat? Oder vom Maler erwarten euer Wohnzimmer umsonst zu streichen, mit der Aussicht auf Folgeaufträge für den Rest der Wohnung?

Und woher soll ich wissen, was in 2 Jahren ist? In 5 oder 10? Ich blogge jetzt 8 1/2 Jahre und es sieht nicht so aus, als würde ich das ein absehbarer Zeit sein lassen. Aber möchte ich mir einen Knebelvertrag aufhalsen, der mich unter Umständen in Regress nehmen möchte, sollte ich einen Artikel – aus welchem Grund auch immer – irgendwann mal vom Blog nehme? In welcher Branche gibt es bitte lebenslange Garantie?

(Meine gute Kinderstube setzt einfach mal voraus, dass der Artikel zu einer bezahlten Kooperation mindestens 1 Jahr auf dem Blog erreichbar bleibt. Alles andere wäre frech, außer es gibt triftige Gründe ihn runterzunehmen. Bisher habe ich in all den Jahren noch keinen gelöscht.

Werbung nicht zu kennzeichnen hat übrigens seit Jahren niemand mehr von mir verlangt. Anscheinend habe ich meinen Standpunkt da erfolgreich klar gemacht. Immerhin.)

Wieso ich eine Kooperation absage

Fallbeispiel 3 – Das Produkt gefällt mir schlichtweg nicht.

Die allermeisten Anfragen die ich bekomme, sind aber von der angenehmen Sorte. Es sind die, bei denen mir das Zusenden eines oder mehrere Produkte angeboten wird. Völlig unverbindlich und bedingungslos. Das sind die Anfragen, über die sich jeder Blogger – neben denen nach bezahlten Kooperationen – sicherlich am meisten freut. Und fast schon automatisiert geneigt ist zuzusagen. Zumindest am Anfang.

Ich fahre da mittlerweile jedoch eine recht harte Kante.
Kann ich ein Produkt nicht in absehbarer Zeit selbst verbrauchen oder an liebe Menschen weitergeben, nehme ich es nicht an.

Sehe ich schon zu Beginn, dass Inhaltsstoffe enthalten sind, die ich nicht favorisiere oder entspricht es meinen Ansprüchen anderweitig nicht, nehme ich es nicht an.

Erscheint mir der Preis unangemessen hoch, beispielsweise bei Produkten, die nur aus einem oder zwei Inhaltsstoffen bestehen und anderswo zu gleicher Qualität deutlich günstiger zu bekommen sind, nehme ich sie nicht an.

Enthält das Produkt vermeidbares Mikroplastik oder ist unnötig aufwendig verpackt, nehme ich es nicht an.

Habe ich schlichtweg kein Interesse an dem Produkt und ahne, dass ich es nur ein paarmal nutzen werde, ihr ahnt es: Nehme ich es nicht an.

Fallbeispiel 4 – Multi Level Marketing

Produkte hinter denen ein Multi Level Marketing/Network Marketing steckt, kommen mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf den Blog. Ich empfehle jedem diesen Artikel der WELT, der sich „leider“ hinter einer Paywall verbirgt. Wer jedoch die Möglichkeit hat ihn zu lesen, sollte es tun. In den Bereich MLM/Network Marketing zählen übrigens unter anderem Ringana, LR, doTerra und Young Living.

Fallbeispiel 5 – Ich mag dich wirklich, aber es passt einfach gerade nicht mit uns.

Und manchmal kommt es einfach vor, dass ich auch langjährigen, liebgewonnenen Partnern eine freundliche Absage erteile. Sehr wohl in dem Wissen, dass ich gerade gutes Geld sausen lassen.

Wenn ich aber das Gefühl habe, einem Projekt zeitlich im Moment nicht gerecht werden zu können oder dass es thematisch gerade einfach nicht 100% passt, habe ich gelernt NEIN zu sagen. Manche würden das für dämlich halten, für mich fällt das unter Selbstliebe und erspart mir einiges an Stress. Sicherlich aber ein Luxus, den man sich als nebenberuflicher Blogger eher gönnen kann, als als Vollzeitblogger.

Fallbeispiel 6  – Sorry, aber das ist wie Fremdgehen.

Initialzündung für diesen Artikel war eine Begebenheit vor wenigen Wochen. Ich bekam eine Kooperationsanfrage einer Agentur, mit der ich in der Vergangenheit bereits erfolgreich zusammengearbeitet hatte und die neuerdings einen neuen Kunde betreut, der eigentlich hervorragend in mein Portfolio gepasst hätte. Dennoch zog sich in mir sofort etwas zusammen. „Nein, das geht nicht! Das kann ich nicht bringen.“

Als Blogger ist es unter anderem meine Kernkompetenz Dinge zu vergleichen und ihre Vor- und Nachteile meiner Leserschaft – also euch – nahezubringen. Bei Kosmetik und Pflege macht es da absolut Sinn Produkte verschiedener Partner vorzustellen und auch zu bewerben. Frei nach dem Motto „Auch andere Mütter haben schöne Söhne“.

Wenn es allerdings um Produkte aus dem alltäglichen Leben geht, bei denen die Unterschiede nur minimal wären und ich in dem Bereich bereits mit einem geschätzten Partner zusammengearbeitet habe und es auch noch tue, finde ich es schwierig, euch dann das Produkt des Konkurrenten als neuen, heißen Scheiß vorzustellen. Vor allem, wenn man mit der anderen Marke auch irgendwie emotional verbunden ist und sie schon viele Jahre nutzt. Und es eben keinen Grund für einen Wechsel gibt.

Die Reaktionen der Bloggerkollegen waren gemischt. Die einen fanden, dass ich den Job ruhig hätte machen und daraus einen fairen Vergleich hätte bauen können. Andere verstanden meine Zweifel und fanden es authentisch und „echt Kathrin“ die Kooperation nicht einzugehen. Ob nun selten dämlich oder integer war: Am Ende habe ich die Zusammenarbeit abgesagt. Und sogar Verständnis seitens der Agentur geerntet.

Manches Mal wünschte ich mir wirklich jemanden, der meinen Mailverkehr für mich managt und aussiebt. Bis das soweit ist – und somit sicherlich für die nächsten drölfzig Jahre – muss ich das weiterhin selbst in die Hand nehmen. Was nicht immer leicht ist, wie ihr nach diesem Artikel vielleicht nachspüren könnt.

Umso mehr bin ich dankbar für all die tollen Partner mit denen ich in der Vergangenheit schon zusammengearbeitet habe und hoffentlich auch noch werde. Denn davon gibt es genug.

Mir war wichtig aufzuzeigen, dass wir Blogger nicht einfach nur völlig unreflektiert und sinnlos jedwede Kooperation auf unsere Blogs klatschen und das jeder veröffentlichten Zusammenarbeit viele, viele gegenüberstehen, die aus verschiedenen Gründen nicht zu Stande gekommen sind. Oftmals auch zurecht.

Denn ich bin mir sicher, dass ich da nicht alleine stehe.

Mehr Mut zum NEIN.
Auch wenn es uns manchmal bares Geld kostet. 

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11 Comments

  • Reply
    anna frost
    31. Juli 2018 at 11:43

    danke dir <3 ein großartiger Artikel!!

    Zu Fallbeispiel 5 würde ich kurz gerne meine 3 Cent als Vollzeitblogger geben: Auch mit langfristigen Partnern kommt man irgendwann an einen Punkt, an dem man sagt: Du, dieses Projekt passt gerade nicht. Aber lass uns das nächste Projekt rocken!!
    Und das erläutere ich auch gerne dem Partner, denn dafür gibt es mehrere Gründe:
    a) das Produkt passt einfach absolut nicht zu mir oder meiner Zielgruppe und würde negativ auffallen. Was dann wiederum meine Reputation kaputt macht ("Die nimmt alles an!") oder sogar dem Ruf des Partners schadet.
    b) Die Zeit passt einfach nicht. Wer zB. schwanger ist, sollte tunichst von Kooperationen mit langfristigen Partnern, die Diätprodukte oder Alkohol anbieten absehen. Auch hier kann das für Partner und Blogger negativ ausgehen – der Blogger verkauft sich und seine Seele, sowie seine Community und der Partner passt nicht auf, wer seine Produkte in die Kamera hält. Großer Fail!
    c) Ich kann Konkurrenz und andere Koop mit Wettbewerber nicht ausschließen. Das ist ein Punkt, den ich persönlich ganz weit vorne ansetze und oft beobachte, dass es andere Blogger nicht tun. Da wird innerhalb weniger Tage mit mehreren Partnern kooperiert, die mehr oder weniger alle ein Wettbewerbsprodukt anbieten. Damit schadet sich nicht der Partner, sondern der Blogger/Influencer enorm und bekommt schnell den Stempel "Werbeschleuder" aufgedrückt.
    Timing ist manchmal alles. Ich kann nicht eine Nachhaltigkeitskampagne über mehrere Wochen mitmachen und kurz darauf einen Kaffeekapselhersteller bewerben. Oder eben Heute die Sportkleidung von Firma A und 3 Tage später die Klamotten von der konkurrierenden Sportfirma B und so weiter.

    • Reply
      Kathrin
      31. Juli 2018 at 11:54

      Meine Liebe, ich danke dir für dieses ausführliche Feedback und stimme dir in allen Punkten zu. Ich glaube, wir haben da die selben Blogger vor Augen 😉

      Ich habe in diesem Jahr auch schon Kooperationen mit sehr langfristigen Partnern abgesagt, weil es zu diesem Zeitpunkt einfach nicht passte oder – zumindest für mich – merkwürdig gewirkt hätte. Das heißt nicht, dass wir in der Zukunft nicht wieder was Tolles auf die Beine stellen werden!

      Im Allgemeinen finde ich, dass sich die einen oder anderen Blogger gerne mal mehr selbstreflektierten und mal kurz von außen auf den Blog/den Instagram-Account schauen sollten. Oder sich zumindest mal von Vertrauten Feedback holen, die nicht alles „super amazing“ finden.

      <3

  • Reply
    Meike/ Durch grüne Augen
    31. Juli 2018 at 11:52

    Hach ja. Toller Artikel!
    Es tut irgendwie wahnsinnig gut, mal alle Arten von Kooperationen und das Abwägen, das Für und Wider, kompakt und übersichtlich aufgedröselt präsentiert zu bekommen. Ganz lieben Dank dafür und für Deine Offenheit.
    Ich saß während der Lektüre heftig nickend vor dem Bildschirm und bin vollkommen mit Dir d`accord. Ghosting habe ich auch schon diverse Male erlebt, nachdem man auf mich zukam, den Blog über den grünen Klee lobte, mich nach meinen Vorstellungen und Bedingungen einer Kooperation fragte und dann einfach nicht mehr auf meine Mail antwortete.
    Auch Fallbeispiel 2 ist mir bestens bekannt und ich weiß genau, auf wen Du anspielst. 😀
    Vom Bauchgefühl lasse ich mich auch stets leiten, denn man merkt recht schnell während eines Kontakts, ob es passen könnte oder nicht.
    Ich finde es ungemein wichtig den Lesern nahezubringen, dass man sich wirklich einen Kopf macht, viele Kooperationen absagt, und auch Loyalität kein Fremdwort ist, um eben keine wahllose Werbeschleuder zu sein. Das tust Du hiermit!
    Liebe Grüße,
    Meike

    • Reply
      Kathrin
      31. Juli 2018 at 11:58

      Liebe Meike,

      ich danke dir!
      Es tut gut zu sehen, dass auch andere Kolleg*innen da ähnlich ticken.
      Wahrscheinlich ist das ein Thema, welches mehr von uns beschäftigt als ich anfangs dachte.
      Und sicher auch für die Leserschaft interessant ist. Die bekommt ansonsten ja nur den Output mit, nicht den Rest „hinter den Kulissen“. Und der ist manchmal auch ganz interessant 😉

      Liebe Grüße
      Kathrin

  • Reply
    Nadine
    31. Juli 2018 at 12:03

    Hallo Kathrin,
    danke für diesen tollen Einblick in deine Arbeit als Bloggerin.
    Mach weiter so!
    LG Nadine

    • Reply
      Kathrin
      31. Juli 2018 at 14:31

      Liebe Nadine,

      ich danke dir fürs Lesen 🙂

      Liebe Grüße
      Kathrin

  • Reply
    Julia
    31. Juli 2018 at 14:27

    Hey Kathrin,
    was für ein toller Artikel, kann ich absolut unterschrieben! 🙂 Ich habe mich an die Absagen mittlerweile gewöhnt und muss zugeben, dass ich auf Do-Follow oder von vornherein komplett unseriöse Anfragen nur noch antworte, wenn ich auch Zeit dafür habe, sonst funktioniert das einfach nicht. Das Ghosting ist mir auch schon aufgefallen, allerdings sehe ich das eher als eine Abfrage der Preise und um einen kleinen Einblick hinter dem Blog zu bekommen, denn wenn direkt nach dem Preis gefragt wird und das Unternehmen aber keine so hohen Ausgaben dafür eingeplant hat, steht es schnell wieder als Blogger ausnutzend und „man hat für alles Geld aber nicht dafür um Blogger anständig zu entlohnen“. Vielleicht haben manche Unternehmen auch einfach sangst dann zu sagen „Das ist mir leider zu teuer.“ Weil sie Angst vor der nächsten Rage-Instastory haben. 🙂 Damit meine ich natürlich nicht dich, da gibt es aber viele andere. Ich vermute, dass das aus dieser Diskussion heraus entstanden ist. Daher finde ich persönlich das jetzt nicht so schlimm. Ich kann aber verstehen, dass das einen nervt.
    Ganz liebe Grüße
    Julia 🙂

    • Reply
      Kathrin
      31. Juli 2018 at 14:30

      Danke liebe Julia,

      naja, ich vergleiche das ein bisschen mit dem stationären Einzelhandel. Wenn ich da in einen Laden gehe und nach einem Preis frage, drehe ich danach doch auch nicht wortlos um und verlasse den Laden. Oder melde mich nie wieder beim Handwerker, nachdem ich mir einen Kostenvoranschlag geben lasse.

      Auf die Idee, dass Blogger sowas in Instagram-Stories thematisieren könnten bin ich allerdings nicht gekommen. Aber da sagt mir doch schon mein gesunder Menschenverstand, dass ich sowas nicht mache. Hm. Ich bin wohl einfach zu naiv für diese Welt.

      Liebe Grüße
      Kathrin

  • Reply
    Markus Balkow
    2. August 2018 at 08:01

    Das Schlimme am NEIN sagen ist, dass sich dennoch ein Blogger findet, der das für die Agentur umsetzt. Ich werde auch nie verstehen, waraum man Pressereisen für Blogger macht, dafür viel Geld für ÜN, Programm, Transport und Agentur ausgibt und sagt: Bezahlen können wir das den Bloggern nicht, ist ja eher Urlaub. Meist sind das 2 Tage vor Ort, 2 Tage Nacharbeit und hat nichts mit Urlaub zu tun, sondern man wird zu Hinz und Kunz geschleppt und will viele Berichte… Dennoch finden sich genug, die das mit machen. Als Blogger sollte man sich treu bleiben ( können) und NEIN ist da enorm wichtig. Schöner Artikel!
    Mad

  • Reply
    Tanja
    3. August 2018 at 07:30

    Danke für deine Transparenz und deine ehrliche Perspektive. Insbesondere dein kritischer Blick auf das Multi level-Marketing finde ich so wichtig. Ich finde es so krass, wie diese doch als überholt angesehe,sehr unseriöse Strategie, die tatsächlich etwas sektenhaftes hat durch ihre Strukturen und Grundannahmen nun wieder überall zu finden ist und Werbung auf ganz unangenehmer Emotionsschiene fährt. Und ehrlich gesagt gehen mir die ganzen „waaas? Dein Lavendelöl ist nicht don d*terra? Das kamn nicht gut sein“-postings dermaßen auf die nerven. Denn entsprechende Personen durchschauen nicht oder ignorieren,dass solche Firmen z. B. mit eigenen Zertifikaten arbeiten und das wäre ein bisschen so, als würde sich McDo das selbstentwickelte Siegel für gesunde Ernährung verleihen. Zumal ich so schlimm finde,dass die d*terra-kaufberaterinnen mehr oder minder offen angesehene, unabhängig zertifizierte Firmen wie prim*ver* abwerten mit unsinn.
    Danke dir dafür, tatsächlich _echt_ Kathrin zu sein und einen klaren, auch unbequemen Standpunkt zu vertreten.

  • Reply
    Jolene
    5. August 2018 at 00:48

    Gut geschrieben. Dieses Ghosting Phänomen (oft in Verbindung mit Punkt 2) hätte ich in den letzten Tagen gleich vermehrt. 🙁 Gerade bei nachhaltigen Firmen finde ich das besonders unseriös. Als Blogger ist man ja trotzdem auch Kunde und das hinterlässt bei mir einfach einen sehr negativen Nachgeschmack…

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