Veganer Löwenzahnhonig

Löwenzahnhonig vegan

Moin,

mittlerweile hat es Tradition, dass ich einmal im Jahr Löwenzahnhonig herstelle. Die Menge reicht für 4-5 kleine Schraubgläser, die dann das Jahr über wie mein Augapfel gehütet werden. Denn dieser vegane Honigsersatz ist einfach unfassbar lecker und das Rezept noch dazu total simpel umzusetzen. Was es jedoch braucht  Zeit und Geduld. Dann macht sich der Löwenzahnhonig fast von selbst.

Ihr benötigt:

3 Doppelhände voll Löwenzahnköpfe
1-2 Biozitronen
1 kg Zucker
1 Liter Wasser

Am Anfang heißt es schnell sein. Die Blüten schließen sich kurz nach dem Pflücken, so dass es schwerer wird an die gelben Blütenblätter heranzukommen. Am besten pflückt ihr die Pflanzen an einem trockenen Tag, da sich die Blüten bei Nässe ebenfalls schließen. Die Köpfe somit auch auf keinen Fall (!!) waschen! Käfer und Spinnen werden rausgesammelt, der Rest wird gekocht, da haben Bazillen eh keine Chance 😉

Nach dem Puhlen gebt ihr die Blüttenblätter in einen Topf,  gießt 1 Liter Wasser dazu und lasst das Ganze ungefähr 2 Stunden ziehen. Danach kocht ihr den Sud kurz auf und lasst ihn anschließend bei geschlossenem Deckel noch einmal über Nacht einwirken.  Die ganz Ungeduligen können den Löwenzahnhonig aber auch an einem Tag herstellen. Hat bei mir in der Vergangenheit auch schon problemlos geklappt. Dann einfach nach dem Aufkochen noch einige Stunden ziehen lassen und danach direkt weitermachen.

veganer Honigersatz

Am nächsten Tag seiht ihr die Blütenblätter durch ein Küchentuch ab und drückt sie ordentlich aus.  Die Zitrone(n) schneidet ihr in Scheiben und gebt sie in den nun blütenfreien Sud. Danach gebt ihr den Zucker dazu. Alles einmal aufkochen lassen und anschließend auf kleiner Flamme köcheln lassen bis die Masse zäh wird. Das kann gut und gerne 2-3 Stunden dauern. Zwischendurch einfach immer mal den „Tellertest“ machen. Hierfür gebt ihr einen Tropfen auf einen kalten Teller und lasst ihn erkalten. So könnt ihr am besten feststellen, wie zäh der Löwenzahnhonig tatsächlich schon ist. In Form und Farbe sollte er am Ende an Wald- oder Akazienhonig erinnern.

Honig vegan

Es kann sein, dass ihr auch nach der Tellerprobe das Gefühl habt, dass das eigentlich noch fester sein müsste. Aber glaubt mir: Einfach zum Schluss in saubere, abgekochte Schraubgläser abfüllen und ab in den Kühlschrank. Spätestens am nächsten Tag ist der Löwenzahnhonig perfekt. Er schmeckt hervorragend auf Brot, im Joghurt, auf Pancakes, im Tee… Die Möglichkeiten sind schier endlich und genauso lang ist meiner Erfahrung nach auch die Haltbarkeit. Wenn er nicht schon vorher verputzt wird.

Viel Spaß beim Nachkochen!

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12 Comments

  • Reply
    Jenna
    29. April 2015 at 19:33

    Oh wie cool 🙂 Danke für das Rezept, das muss ich auf jeden Fall ausprobieren!

  • Reply
    Andrea
    29. April 2015 at 23:09

    Das ist ja eine tolle Idee! Vielen Dank für’s Rezept. Ich werd’s gleich morgen ausprobieren. LG

  • Reply
    Ellalei
    30. April 2015 at 08:33

    Wow, sieht wirklich einfach und lecker aus was sich da auf Facebook schon ankündigte. Ich kenne Löwenzahnhonig (noch) nicht sondern nur den klassischen Holunderblütensirup, den man sicher auch noch zäher herstellen könnte um eine ähnliche Konsistenz zu erreichen.
    Geschmacklich: Kannst du grob beschreiben, wonach dein veganer Honig schmeckt? Auch als Nichtveganerin bin ich neugierig!
    Da ich Zucker meide würde ich wohl Kokosblütenzucker nehmen und dann aus Kostengründen nur ein Schraubglas herausbekommen. 😉 Auf jeden Fall eine tolle Anregung mal wieder etwas Neues zu entdecken, zumal ich eh gerade sehr viel experimentiere mit allerlei Pflanzenteilen, die ich vorher nie so beachtet habe (wie Basilikumsamen z.B.).

    Liebe Grüße

  • Reply
    Gesche
    30. April 2015 at 11:34

    Uuuuh, das kommt bestimmt auf die To-Do-Liste für den Frühsommer 🙂 Danke!

  • Reply
    Ronja
    1. Mai 2015 at 16:15

    Ich will schon immer mal Löwenzahnhonig machen! Jedes Jahr lese ich wieder die Blogposts dazu… Aber ich wüsste gar nicht, wo ich so viel Löwenzahn bekomme. Zumindest einigermaßen sauberen, ohne Abgasbelastung und Hundepipi.

    Mal gucken, vielleicht schaffe ich es ja doch irgendwann mal 😉

  • Reply
    Tatjana
    2. Mai 2015 at 20:00

    Danke für das Rezept :* Die Blüten ziehen gerade. Bin sehr gespannt wie das schmeckt.

    Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende.

    Tatjana

  • Reply
    Fjordi
    3. Mai 2015 at 15:03

    Super Sache!!! Geh jetzt in den Garten und werde Löwenzahnblüten pflücken. Ich berichte wie es gelaufen ist! LG

  • Reply
    fjordi
    4. Mai 2015 at 09:03

    Fertig! .-) Schmeckt mir persönlich sehr gut! Tolle Sache! Hatte keine Zitrone mehr im Haus und habe stattdessen eine Orange genommen. Vllt mal als Variation?! Also, vielen Dank für diese tolle Idee!!!! LG Fjordi

    • Reply
      Kathrin
      4. Mai 2015 at 09:05

      Guten Morgen, das freut mich sehr zu hören 🙂 Und super Idee mit der Orange. Das werde ich auch mal probieren. Liebe Grüße und lass es dir schmecken!

  • Reply
    Ronja
    4. Mai 2015 at 18:52

    …ich war gestern Löwenzahn pflücken und haben Blüten gepult 😉
    Bin sehr gespannt auf das Endergebnis.

  • Reply
    Miss Verständnis
    25. Mai 2015 at 23:54

    Naja, probieren kann man es ja mal ob nun mit oder ohne Insekten. Sind die Löwenzahnköpfe im Normalfall nicht schrecklich verlaust?

  • Reply
    Angela
    20. April 2016 at 17:42

    Hab heute den Garten einer Freundin *abgeerntet*, worüber sie sich sogar noch gefreut hat. Inzwischen ziehen die Blüten im Sud.
    Bin schon gespannt, ob das mit Rohrohrzucker auch klappt, denn anderen Zucker hab ich gar nicht hier.
    Danke für das Rezept!
    Liebe Grüße
    Angela

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