Clean Beauty? Naturkosmetik? | Was ist was?

Was ist Clean Beauty

Was ist eigentlich CLEAN BEAUTY und ist das das gleiche wie Naturkosmetik? In letzter Zeit kommt man um den Begriff Clean Beauty nur schwer herum. Online Shops schaffen eigene Kategorien, Brands verleihen sich Siegel und überhaupt scheint diese „saubere Kosmetik“ die Lösung für (fast) all unsere Probleme zu sein.

CLEAN BEAUTY – ein neuer Trend

In Zeiten von Detox und Nachhaltigkeit legen immer mehr Menschen Wert auf transparente und minimalistische Inhaltsstoffe. Sie sind besser informiert als je zuvor und wissen um die Risiken, die reizende und umweltschädigende Formulierungen mit sich bringen. Immerhin  stufen rund 70% aller Frauen – berechtigt oder nicht – ihre Haut als „empfindlich“ ein. Es dürstet die Menschen also nach etwas Purem, Grünem, Natürlichem. Clean Beauty. Sauberer Kosmetik. 

Hinzu kommt die Problematik des Mikroplastiks. Zu dieser trägt die Kosmetikindustrie zwar nur einen sehr kleinen Teil bei, aber die Menschen wünschen sich in diesem Zuge verständlicherweise leicht abbaubare, nicht-synthetische Rohstoffe. 

Eene, meene, muh – Was verwendest du?

Schauen wir uns die Begrifflichkeiten mal genauer an. Dabei erhebt dieser Artikel keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit. Dafür ist das Thema viel zu komplex. Aber ich möchte meine Gedanken dazu gerne mit euch teilen und bin auf eure Einschätzung gespannt.

Wer beginnt sich im Netz mit Kosmetik zu befassen merkt schnell, dass die Community in Lager geteilt ist. Die einen verwenden nur vegane Kosmetik, andere nur Naturkosmetik und wieder andere vor allem Produkte ohne Tierversuche. Und zwischendurch immer wieder CLEAN BEAUTY. 

Das kann schnell verwirrend werden, zumal sich die Kategorien nicht selten überschneiden. Und die Grenzen nicht immer klar gezogen werden können. 

NATURKOSMETIK

Gleich vorweg der erste Knaller: DIE Naturkosmetik gibt es gar nicht. Der Begriff ist als solches nicht geschützt, auch wenn es in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Versuche gab eine einheitliche Definition zu finden.

Der Europarat hat zwar 2000 eine Begriffserklärung vorgelegt, der „die pflanzliche, tierische oder mineralische Rohstoffherkunft, die Vermeidung gesundheitsgefährdender Verunreinigungen und die Beschränkung der Verarbeitung auf physikalische, mikrobiologische und enzymatische Methoden“ zur Basis hat, jedoch gibt es nach wie vor keine StandardsBegriffe wie „Bio-Kosmetik“ und „Natürliche Kosmetik“ sind darüber hinaus gänzlich ungeschützt und können dementsprechend frei verwendet werden.

Bindend ist bisher nur die EU-Kosmetikverordnung und zwar für jedes in der EU käuflich zu erwerbende Produkt. Egal welcher Herkunft. 

Vergleich Clean Beauty und Naturkosmetik

Beispiele für einige offizielle Labels mit festgelegten Standards

ZERTIFIZIERTE NATURKOSMETIK

Etwas anderes ist es, sobald zu dem Begriff „Naturkosmetik“ noch das Wort „zertifiziert“ hinzukommt. 
Zertifizierte Naturkosmetik ist die Bezeichnung für Produkte, die die freiwilligen Standards eines privaten Labels erfüllen, die meist über die europäischen Richtlinien hinaus gehen. 

Die bekanntesten sind hierzulande wohl NATRUE, BDIH und Ecocert, wobei viele Labels Branchenverbänden entsprungen sind. Die Standards der einzelnen Siegel unterscheiden sich zum Teil deutlich. Zum Beispiel in der erlaubten Menge von Inhaltsstoffen aus nicht-biologischem Anbau oder auch in der Verwendung von tierischen Rohstoffen. 

Was ist nicht drin?

Es gibt jedoch einige Inhaltsstoffe, auf die sich so gut wie alle Labels geeinigt haben und die in zertifizierter Naturkosmetik NICHT verwendet werden. 

Dazu gehören unter anderem: 

  • Inhaltsstoffe auf Erdölbasis, Silikone und PEGs,
  • Mikroplastik,
  • gentechnisch veränderte Rohstoffe, 
  • viele Konservierungsstoffe,
  • chemische Lichtschutzfilter

Die meisten Label verzichten zudem auch auf synthetische Duft- und Farbstoffe, wobei einige wenige synthetisch hergestellte Pigmente und Konservierungsstoffe erlaubt sein können. 

Zertifizierte Naturkosmetik besteht meist aus Rohstoffen pflanzlicher, mineralischer oder tierischer Herkunft. Die Grundlage bilden in der Regel Öle, Fette und Wachse, die Basis für waschaktive Substanzen und Alkohole ist Zucker. Hinzu kommen ätherische Öle, Kräuterauszüge und weitere Wirkstoffe.

Tierversuche

Für Tierversuche gelten in der zertifizierten Naturkosmetik zudem strengere Regeln als die EU sie vorgibt. Laut EU-Richtlinien dürfen seit 2004 keine kosmetischen Endprodukte mehr an Tieren testet werden, seit 2009 auch keine Rohstoffe einzeln oder in Kombination. Seit 2013 gilt dieses Verbot auch für importierte Ware.

Allerdings ist es so, dass dieses Verbot nur für Rohstoffe gilt, die klar nur kosmetischen Zwecken dienen. Sobald ein Inhaltsstoff auch für Wandfarbe, Reinigungsmittel oder dergleichen verwendet werden kann, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Und das trifft auf sehr viele Rohstoffe zu. Daher machen selbstgewählte, strengere Standards – wie in der zertifizierten Naturkosmetik – durchaus Sinn. 

Ich möchte aber nicht unerwähnt lassen, dass die Zertifizierungen, die zum Tragen eines bestimmten Siegeln berechtigen, mit hohen Kosten einhergehen. Für labortechnischen Untersuchungen, aber auch in Form von Gebühren, die an die ausgebenden Stellen zu entrichten sind.

Als Beispiel hier mal die Kosten, die NATRUE für die Zertifizierung eines fertigen Produktes aufruft. Ursprünglich war NATRUE ein internationaler Zusammenschluss mehrerer Naturkosmetikhersteller. Mittlerweile handelt es sich um eine NGO, der aber immer noch vorwiegend Hersteller angehören. 

  • Zertifizierungskosten: Sie werden vollständig von und in Abhängigkeit von der Zertifizierungsstelle in Rechnung gestellt.
  • NATRUE-Labelgebühr. 200 Euro / Produkte für 2-Jahres-Zertifikat. Bei mehr als 100 zertifizierten Produkten sinken die Gebühren auf 160 Euro / Produkt.

„Als gemeinnütziger Verein werden die Labelkosten zur Finanzierung der Aktivitäten von NATRUE verwendet (z. B. Teilnahme an Messen, Entwicklung des NATRUE-Labels, tägliche Führung des Vereins usw.).“ (Quelle)

Gerade kleinen Marken ist es oftmals nicht möglich sich (von Beginn an) zertifizieren zu lassen. Viele verzichten auch bewusst darauf. Es gibt also durchaus Produkte, die zwar kein offizielles Label tragen, aber zu 100% nach den Richtlinien dessen formuliert sind. Hier ist es natürlich von Vorteil diese zu kennen, um Inhaltsstofflisten dementsprechend lesen zu können. 

In der Branche gelten die deutschen Verbraucher*innen übrigens als eher Label-affin, während man in anderen Ländern darauf vertraut, wenn der Hersteller angibt „nach naturkosmetischen Standards“ zu produzieren. Sicherlich ein Grund, wieso viele Marken hierzulande eine Zertifizierung anstreben. 

Naturkosmetik Clean Beauty

Beispiele für Produkte, die nach Naturkosmetik-Standards formuliert sind und
auf entsprechende Produkteigenschaften hinweisen, ohne offizielle Labels zu tragen.

Wichtig: Naturkosmetik ist in der Regel tatsächlich besser zur Umwelt, da die Rohstoffe komplett abbaubar sind. Allerdings ist es ein Irrglaube, dass sie auch generell besser zur Haut ist. Gerade die Verwendung von Alkohol zur Konservierung und ätherischen Ölen zur Beduftung macht sie anfälliger für Unverträglichkeiten und Reizungen. Wer damit zu kämpfen hat oder sie vermeiden hat, sollte sich die Inhaltsstoffe ganz genau ansehen. 

NATURNAHE KOSMETIK

Hierbei handelt es sich um Kosmetik, die nicht den Richtlinien der zertifizierten Naturkosmetik entspricht, aber mit deren Image spielt. Klassische Beispiele hierfür sind Marken wie Yves Rocher, The Body Shop oder Lush, die die pflanzlichen Inhaltsstoffe ihrer Produkte sehr präsent platzieren, ansonsten aber weitgehend konventionell – also nicht naturkosmetisch – formuliert sind. 

Wer nicht genauer hinsieht könnte meinen, sie/er kaufe Produkte, die auf rein pflanzlichen Inhaltsstoffen basieren. Mit zertifizierter Naturkosmetik haben diese Marken jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nichts zu tun. 

TIERVERSUCHSFREIE KOSMETIK

Als tierversuchsfrei werden Produkte im Gemeinhin bezeichnet, wenn weder sie noch ihre Inhaltsstoffe bei der Herstellung an Tieren getestet wurden. 

Hier muss unterschieden werden, welchen Standards sich die Marke, die sich als tierversuchsfrei bezeichnet, verschrieben hat. Wie oben erwähnt sind die europäischen Richtlinien zwar mittlerweile strenger als zuvor, aber immer noch vergleichsweise schwammig. Viele konventionelle Marken, die mit Tierversuchsfreiheit werben, berufen sich auf dieses EU-Gesetz. Strenger kontrolliert werden Marken aus der zertifizieren Naturkosmetik oder solche, die sich Standards wie beispielsweise denen des Leaping Bunny oder einem ähnlichen Label angeschlossen haben. 

Ein weiterer wichtiger Aspekt – über den jede*r Verbraucher*in für sich selbst entscheiden muss – ist die Frage, ob eine Marke in einem Land verkauft, in dem Tierversuche vorgeschrieben sind. Hierzu hat Erbse vor kurzem einen interessanten Artikel auf ihrem Blog veröffentlicht, der nicht nur die Sache mit Mainland China beleuchtet. 

Tierversuchsfreiheit sagt nichts darüber aus, ob es sich um naturkosmetische oder konventionelle Produkte handelt. Auch ist tierversuchsfreie Kosmetik nicht per se vegan. 

VEGANE KOSMETIK

Vegane Kosmetik enthält keine Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs. Das können Rohstoffe sein, bei denen man sofort erkennt, dass sie vom Tier stammen, wie beispielsweise Honig, Wollfett oder Bienenwachs. Aber auch Fettalkohole, Squalane und andere Inhaltsstoffe können vom Tier stammen. Hier schafft nur eine Anfrage beim Hersteller oder ein entsprechender Hinweis auf der Verpackung Klarheit. 

Auch in diesem Bereich gibt es mittlerweile Labels wie die Vegan Blume der Vegan Society oder das V-Label, die auf einen Blick erkennen lassen, ob ein Produkt ohne tierische Inhaltsstoffe auskommt. 

Allerdings ist wie bei allen Labeln zu bedenken, dass sich viele auf die Angaben des Herstellers verlassen und diese die Tierversuchsfreiheit oder den Verzicht auf tierische Rohstoffe häufig nur ab zu einem bestimmten Punkt im Herstellungsprozess garantieren müssen. Eine lückenlose Rückverfolgung ist für den Erhalt einer Zertifizierung oft nicht nötig und häufig auch gar nicht möglich. Hier braucht es auch immer eine gewisse Portion Gottvertrauen (oder Ignoranz). 

Ebenfalls zu beachten ist die Tatsache, dass es immer noch Marken gibt, die bei der Frage nach veganen Produkten darin unterscheiden, ob ein Rohstoff vom lebenden oder toten Tier stammt. Und einige höchstwahrscheinlich einfach keine Ahnung haben… Nicht selten habe ich in der INCI-Liste eines angeblich veganen Produktes Bienenwachs oder ähnliches gefunden. Also bitte unbedingt noch mal selbst schauen, wenn ihr auf vegane Kosmetik Wert legt! 

Und genauso wie tierversuchsfreie Kosmetik nicht unbedingt vegan sein muss, muss vegane Kosmetik nicht unbedingt tierversuchfrei sein. Es handelt sich hierbei um zwei verschiedenen Kategorien, die allerdings tatsächlich oft einhergehen. Es ist jedoch nicht zwingend der Fall. 

CLEAN BEAUTY

Kommen wir nun also zum neuen Star am Beauty-Himmel: Der Clean Beauty. 

Seinen Ursprung hat der Trend in den USA. Wohl auch, weil dort die FDA (Food and Drug Administration) die einzige staatliche Kontrollinstanz für Inhaltsstoffe in der Kosmetikindustrie ist. Und sie ist sehr veraltet. Ihr Gesetz (The Food, Drug and Cosmetic Act) wurde 1938 verabschiedet und seitdem hat sich nicht viel getan.

Während in der EU um die 1.300 Stoffe in der Kosmetik verboten sind, sind es in dem USA gerade einmal 30. Dafür sind in Europa Inhaltsstoffe erlaubt, die in den USA nicht verwendet werden dürfen, wie beispielsweise modere Sonnenschutzfilter. Während in der EU regelmäßig neue Erkenntnisse überprüft und Stoffe zugelassen werden, dümpeln die USA immer noch im eigenen Saft herum.

Clean Beauty echtkathrin

Beispiele für Werbetexte, die auf grüne und gesunde Inhaltsstoffe hinweisen sollen.
Die Produkte können nach naturkosmetischen Standards formuliert sein, müssen es aber nicht.

Kein Wunder also, dass die Menschen sich nach neuen, sichereren Standards sehnten. Und da von staatlicher Seite nicht viel zu erwarten ist, haben sie sich einfach selbst welche geschaffen. Der Begriff der Clean Beauty ist nämlich nicht gesichert. Es gibt weder einheitliche Siegel noch überhaupt eine ungefähre Definition dessen, was das eigentlich ist. 

Aber es klingt schön. Schön natürlich, schön grün und auch schön umweltfreundlich. Und so nennt sich die eine Marke „clean“, weil sie auf hautreizende Stoffe verzichtet, die andere, weil in ihren Produkten kein Mikroplastik enthalten ist und die nächste, weil sie keine tierischen Inhaltsstoffe verwendet. 

Und weil nun auch konventionelle Marken spitz bekommen haben, dass ihre Kund*innen plötzlich sehr interessiert sind an nicht-synthetischen Inhaltsstoffen, ist dieser Begriff gerade überall zu finden. Denn im Gegensatz zur „zertifizieren Naturkosmetik“ oder dem „biologisch-dynamischem Anbau“ braucht es hier keine Prüfung oder Siegel. 

Clean Beauty – Mein Fazit

Wer die für sich passende Kosmetik findet möchte, kommt um eines nicht herum: Etiketten lesen. 
Labels und Zertifikate können dabei eine Hilfe sein. Aber gerade im Bereich CLEAN BEAUTY ist alles noch sehr schwammig und nichts per definitionem gesichert. Mich schreckt die inflationäre Verwendung des Begriffes fast ein wenig ab. In meinen Augen erleichtert er zudem auch Greenwashing, da Marken sich das „Label“ selbst verleihen können und dabei nur hauseigene Maßstäbe ansetzen müssen.  Als Kundin muss ich also besonders aufpassen, wenn ich bestimmte Inhaltsstoffe vermeiden möchte. (Infos zum Thema Greenwashing findet ihr unter anderem hier und hier

Andererseits krempelte die gesteigerte Nachfrage nach reineren, grüneren Formulierungen den Markt auch auf eine positive Art ganz schön um. Der Anteil an veganen, tierversuchsfreien und auch naturkosmetischen Produkten war wohl nie so hoch wie heute. Es wird ein Bewusstsein geschaffen, von denen Naturkosmetik-affine Menschen sehr profitieren können. 

Um ein wenig Klarheit zu schaffen hilft es, sich Gedanken über die eigenen Standards zu machen und zu wissen, welche Maßstäbe man selbst anlegen möchte. Möchte ich vor allem reizarm pflegen? Oder lieber naturkosmetisch? Kann ich dabei auf Tierversuchsfreiheit achten oder muss sie nach meiner Hautgesundheit hintenanstehen? Welche Ansprüche stelle ich an Kosmetik und welches Label kann diese am ehesten erfüllen? Brauche ich überhaupt ein Label?

Egal wie ihr euch entscheidet, denkt immer daran:
Kosmetik „ohne Chemie“ gibt es nicht. Egal wie „clean“ sie ist.

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12 Comments

  • Reply
    Jana
    23. September 2019 at 10:11

    Toller und übersichtlicher Artikel! =)
    Zum Glück gibt es mittlerweile sooo viel Auswahl im Kosmetikregal, sodass am Ende jeder, der sich durch das Chaos wühlt, seine präferierten Produkte finden kann. Auch wenn der Weg bis zur cruelty free-veganen-reizarmen-alkoholfreien-naturkosmetischen-zerowaste-Creme ein langer sein kann! 😉
    Danke für den Post!

  • Reply
    Andrea
    23. September 2019 at 10:37

    Vielen lieben Dank, für deine detaillierte n Infos! 😊
    Lg Andrea

  • Reply
    Vanpirschnabeltier
    23. September 2019 at 13:05

    Liebe Kathrin ,
    Wie versprochen konnte ich durch Zeit und vor allem Lust diesen tollen Artikel lesen . Und ich habe wieder etwas gelernt .Schockiert bin ich allerdings das die USA nur 30 verbotene Stoffe hat 😳.Das ist krass ,gibt mir zu denken und nun verstehe ich auch warum manche Stoffe einfach irgendwo drin sind wo man sich hier fragt „WIE?WARUM ?“
    Ja alles ist Chemie ,ich denke aber dieses “ Ohne Chemie „sich einfach so eingebürgert hat .Den meisten (hoffentlich) wird klar sein ,wie es gemeint ist …Trotzdem sehr irreführend.Und leider setzen sich solche falschen Ausdrücke meistens durch . Danke für den Artikel!

  • Reply
    Petra
    23. September 2019 at 17:58

    Eigentlich ist es doch das alte Lied: Money makes the world go around… Und irgendwie auch lustig – wir lecken uns die Finger nach den fancy Ami-Marken und die feiern unsere manchmal etwas trutschig daherkommenden Klassiker, gerade weil es in der EU die Zertifizierungen gibt. Es hilft eigentlich wie immer nur sich selbst ein Bild zu machen, die INCIs zu lesen und seine Präferenzen festzulegen. Dein Artikel hilft aber ganz sicher bei der Einordnung der Siegel und auch der nicht geschützten Begriffe.

    • Reply
      Kathrin
      23. September 2019 at 18:09

      Und genau darum ging es mir. 🙂 Und um den Anstoß, sich mal genau darüber bewusst zu werden.

      Liebe Grüße

  • Reply
    Sarah
    23. September 2019 at 21:21

    Super interessante und informative Zusammenfassung! Danke für deine Arbeit!

  • Reply
    Mina
    23. September 2019 at 22:08

    Vielen Dank für diesen wichtigen Post!
    Ganz zu Beginn, als ich auf die Idee kam, dass meine schlechte Haut mit der Pflege zu tun haben könnte, war meine erste Reaktion auch: Nur noch Naturkosmetik! Ich war mir null bewusst, dass es da so unterschiedliche Labels und Zertifikate gibt. Natürlich wusste ich auch nicht was ich überhaupt benötige. Das Ergebnis war am Ende noch schlechtere Haut und ein Kopfhaut, die mir aufgeplatzt ist. Das soll jetzt keine Naturkosmetik schlecht machen, aber ich dachte einfach das ist per se besser ohne mir Inhaltsstoffe anzusehen und nachzudenken. Der viele Alkohol in meinen Gesichtspflegeprodukten hatte meiner Haut den Rest gegeben und meine Kopfhaut hat auf bestimmte Pflanzenextrakte allergisch reagiert. Ich wäre damals sehr dankbar gewesen, wenn ich so einen Post vorher gelesen hätte, denn dann wäre mir klar geworden, dass das Label Naturkosmetik oder naturnahe Kosmetik nicht allein besser ist und nur weil Natur drauf steht, nicht alles ohne Tierversuche und „böse“ Inhaltsstoffe ist. Und, dass das ein Dschungel ist und sich Informieren wirklich besser gewesen wäre. Aber es klang halt besser als konventionelle Kosmetik…
    Aber wie du schon so schön geschrieben hast: der Trend zur Naturkosmetik hat das Angebot an Produkten deutlich erhöht. Man muss aber definitiv viele Etiketten lesen und herausfinden was man verträgt und dann sehen was einem am Wichtigsten ist!
    Nochmal vielen Dank für diesen Artikel!

  • Reply
    lilly
    23. September 2019 at 22:15

    super artikel! vielen dank für die mühe (: eine kleine korrektur – FDA = food & drug administration.
    liebst. L

  • Reply
    Corinna
    24. September 2019 at 00:03

    Danke für diesen Artikel.
    Einiges war mir jetzt doch neu und es ist gut, die Zusammenhänge und Unterschiede zu verstehen.
    Ich werde deine Infos beim nächsten Kosmetikeinkauf im Hinterkopf behalten.

  • Reply
    Suse Maier
    24. September 2019 at 08:23

    Liebe Kathrin
    Vielen Dank für den sehr informativen und aufklärenden Artikel. Eigentlich finde ich es schade, dass ein Kunde so viel Informationen benötigt, um gezielt einkaufen zu können. Dies ist ja nicht nur bei Kosmetikprodukten der Fall. Also extra Dank an dich, da du uns regelmässig dabei hilfst im Konsumdschungel zurecht zu kommen. LG Suse

  • Reply
    Shenja
    24. September 2019 at 14:57

    Liebe Kathrin,
    vielen Dank für diesen Beitrag 🙂

    Wie ich dir bereits privat geschrieben habe: Clean Beauty ist für mich persönlich mal wieder eine der vielen Möglichkeiten bestimmte Inhaltsstoffe in Verruf zu bringen.
    Das ist eine Art der Marketings, die ich nicht wirklich mag. Ich sehe es wie du: INCI lesen muss man immer noch selbst und sollte das auch tun, vor allem wenn man zu Hautproblemen neigt.

    Liebe Grüße
    Shenja

  • Reply
    blueloumarini
    24. September 2019 at 19:29

    Dass Zertifizierungen nicht vom Himmel fallen sobald ein Produkt die Kriterien erfüllt ist mir tatsächlich auch erst vor ein oder zwei Jahren klar geworden 😀 Als ich begonnen habe, mich mit Pflege und Kosmetik auseinanderzusetzen fand ich Siegel super hilfreich, einfach weil es ein Start ist. Von da aus habe ich dann immer mal wieder entsprechende Blogartikel gelesen, besser verstanden was Siegel eigentlich bedeuten und was die Begründung hinter den inhaltlichen Kriterien sind und so irgendwann angefangen eine eigene Haltung zu entwickeln. Ich orientiere mich fast gar nicht mehr an Siegeln, kaufe aber auch hauptsächlich altbewährtes – oder lese ganz viel bevor ich etwas neues ausprobiere, so dass ich die „Krücke“ des Siegels selten nutze.
    Danke für die knackige Übersicht und die kritischen Überlegungen!

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