#echtlowbuy 2019 | Die ersten vier Wochen

echtkathrin #echtlowbuy follow up

Werbung/Verlinkung

Da sind sie rum, die ersten vier Wochen meines #echtlowbuy. Keine Sorge, es wird jetzt sicher nicht jeden Monat einen detaillierten Bericht meines Erfolges (oder Misserfolges) geben. Aber gerade in den ersten Wochen sind mir Dinge bewusst geworden, über die ich gerne sprechen möchte. Vielleicht geht es euch ja ähnlich.

Meine Mission kurz zusammengefasst:

Ich möchte meine Beauty Einkäufe und meine akzeptierten PR-Samples deutlich reduzieren. Mehr über meine Beweggründe lest ihr im ersten Artikel über mein #echtlowbuy.

Ich gestatte mir 3 „Luxus-Käufe“ im Monat. Ich nenne sie so, da ich Dinge des täglichen Bedarf aus der Wertung ausschließe. Dazu später mehr. Wenn ich es schaffe mehr als 2 „Luxus“-Produkte im Monat aufzubrauchen, gewinne ich einen zusätzlichen Kauf hinzu.

Learning #1: Aufbrauchen

Im Januar habe ich deutlich mehr Produkte aufgebraucht als erwartet. Ich habe also 4 statt 3 Beauty-Käufe frei. Aufbrauchen wird plötzlich ganz leicht und ich erfreue mich fast mehr am Gefühl etwas zu leeren, als daran etwas nur zu kaufen. Danach steht mir gerade so gar nicht der Sinn.

Denn ich bin ganz ehrlich: Selbst die 3 Beauty-Käufe habe ich gerade so ausgeschöpft und das auch nur auf den letzten Metern. Wochenlang blieb es bei einem Kauf.

Meine Empties findet ihr wie immer in meiner Insta Story. Gekauft habe ich nur die Creme von Shenja (Ihr Crowdfunding findet ihr hier.), das Solid Parfum „Lust“ von Lush sowie einen Schminkspiegel. Der ja irgendwie auch mehr Technik ist als Kosmetik.

Learning #2: Anfangseuphorie?

Man könnte jetzt sagen: „Klar, die hat Blut geleckt und ist gerade voll auf dem Minimalismus-Trip. Das wird auch wieder anders. Warte mal ab, bis die Anfangseuphorie verflogen ist.“

Oder aber: „Na, die reißt sich doch jetzt extra zusammen. Normalerweise hätte sie doch schon mehr gekauft.“

Die ersten Aussage kann ich ganz klar verneinen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass ich mir etwas verbieten würde. Oder das ich es als Challenge sehe, möglichst wenig zu kaufen. Was es am Ende ist, aber es fühlt sich nicht so an.

Vielmehr ertappte ich mich einige Male dabei ein Produkt in der Hand zu halten und über einen Kauf nachzudenken. Dann aber schaltete sich meine Rationalität ein und erinnerte mich daran, dass ich ein nahezu identisches Produkt zu Hause habe. Will ich wirklich dieses Produkt oder geht es mir um einen Look, den ich vielleicht auch mit einem Produkt erreichen kann, welches ich bereits zu Hause habe?

Hinzu kommt, dass mich die neuen Releases im Januar kaum angesprochen haben. Da war einfach nichts dabei, was ich unbedingt haben wollte. Vielleicht war es auch deshalb so leicht.

Learning #3: Geld

Die zweite Aussage. Ja. Sehr wahrscheinlich hätte ich normalerweise schon deutlich mehr gekauft. Als Beauty Blogger und Enthusiat*in war es fast schon ein Automatismus durch die Regale der Drogerien zu stöbern und zu schauen, was ich von den neuen Limited Editions mit nach Hause nehmen würde. Und ein neuer Nagellack könnte es auch mal wieder sein.

Schwuppdiwupp, summierten sich im Laufe des Monats die kleinen Beträge. Das merke ich vor allem jetzt, wo ich sie nicht mehr ausgebe. Ich bin überrascht, wie viel Geld am Monatsende noch auf dem Konto ist. Beziehungsweise bin ich überrascht, wie viel vorher so runterging. Nur durch „Hier und da mal was mitnehmen.“

Learning #4: Die Regeln

Gleich zu Beginn bekam ich das Feedback, dass man gerne mitmachen, man die Regeln aber viel zu lasch finden würde. Absolut fein! Wie ja bereits im ersten Artikel geschrieben, fühlt euch bitte frei die Regeln so umzubauen wie sie am besten zu euch passen. Ich möchte nur kurz einen Absatz darüber verlieren, wieso ich selbst mich nicht in den absoluten Minimalismus stürze.

Zum Einen liebe ich MakeUp. Pflege und Kosmetik sind meine Passion. Es ist nicht so, dass ich mir einfach meinen Küchenschrank oder mein Badezimmer vornehmen und plötzlich komplett Zero Waste gestalten möchte. Das Minimum rausholen. Das ist nicht mein Ansatz.

Zu Anderen bin ich Blogger. Ich limitiere mich schon durch meine jetzigen Regeln sehr. Das habe ich im Laufe des Monats gemerkt. Nicht negativ, aber ich habe es gemerkt und musste ein ums andere Mal schmunzeln. Wenn ich nur noch super-ökologisch Aufbrauchen und DIYen würde, könnte ich den Blog hier dicht machen. Minchen Puhvogel darf das gerne machen. Aber die hat halt auch keinen Beauty Blog.

Learning #5 PR-Samples

Mein Blick auf angebotene PR-Samples und Kooperation hat sich nochmal geschärft. Ich habe im Januar sehr viele PR-Samples abgelehnt. Sie hätten mich kein Mühen gekostet, ich hätte nicht mal darüber sprechen müssen. Aber ich bin konsequent. Was ich nicht direkt aufbrechen und verbrauchen kann und will, kommt mir gerade nicht ins Haus.

Darüber hinaus habe ich mindestens drei Kooperationen abgelehnt, für die ich gutes Geld bekommen hätte. Weil die Produkte entweder nicht zu mir oder dem #echtlowbuy passen. Auch da bin ich konsequent.

Learning #6 Dinge des täglichen Lebens vs Luxus-Käufe

Natürlich ist es aber im Januar nicht nur bei den drei oben genannten Luxus-Käufen geblieben. Es gab auch „Verbrauchsmaterialien“, die ich nachkaufen musste, weil meine täglichen Routinen sonst nicht funktionieren. Diese klammere ich in meinem #echtlowbuy aus, da meine Käufe sonst sehr schnell erschöpft wären. Ebenfalls in den Badschrank wanderten eine Zahnpasta, ein Trockenshampoo und ein Doppelpack Mizellenwasser, welches ich zur täglichen Entfernung meines Augen-MakeUps benötige. Legitime, wie ich finde.

Wie läuft der #echtlowbuy bei euch? Seid ihr noch dabei? Wo fällt es euch leicht, standhaft zu bleiben und wo schlagt ihr zu? Ich freue mich auf den Austausch mit euch. Zusammen lässt es sich doch am besten Sparen und Aufbrauchen.

You Might Also Like

4 Comments

  • Reply
    Elisa
    29. Januar 2019 at 18:16

    Im Januar habe ich mir auch ein Kosmetik-Kaufverbot auferlegt, und es läuft/lief so gut, dass ich überlege, das im Februar zu verlängern. Gekauft habe ich ebenfalls nur eine Zahnpasta und 2x mein Shampoo von sebamed, da ich kein Backup mehr hatte. Ich lösche fleißig alle Rabatt-Mails von Flaconi und Co. und komme so auch nicht in Versuchung 😀

    Grüße
    Elisa

    • Reply
      Kathrin
      29. Januar 2019 at 19:07

      Hey Elisa.

      oh ja, solche Newsletter sind echt fies. Ich habe da schon vor einem Jahr ordentlich aufgeräumt und bekomme kaum noch etwas. Aber gerade vor Weihnachten konnte man sich ja kaum vor Rabatten retten. Da erwischte ich mich schon beim Grübeln. Jetzt habe ich bei ausgewählten Shops zwar immer noch eine Wunschliste, aber die lässt mich relativ kalt. Beziehungsweise versuche ich konsequent zu bleiben und erst etwas Neues zu kaufen, wenn ein Produkt gleicher Art leer wurde. Mal sehen, wie lange das klappt.

      Liebe Grüße
      Kathrin

  • Reply
    BlueLouMarini
    30. Januar 2019 at 11:22

    Ich gehöre zu denen die für sich angepasst haben (das sollte man eh immer machen!) und habe mir mehr die grundsätzliche Haltung mitgenommen, als konkrete Regeln. Das war für mich die Frage: Brauche oder möchte ich genau dieses Ding wirklich? Ich kaufe generell eher wenig, da würde eine monatliche Regel meinen Alltag entweder gar nicht berühren oder teilweise gefühlt unpassend einschränken. Die Frage kann ich mir dagegen immer stellen, egal ob grad alle Creme, Shampoo und Mascara gleichzeitig leer ist oder ich um Luxus (der amo como soy Parfümstick!) herumschleiche.
    Und dabei ging es mir ganz ähnlich wie dir: Mir fällt viel schneller auf wo ein Kaufwunsch eigentlich gar keiner ist, bzw der Wunsch auch ohne Kauf erfüllbar ist. Und das ist ein total gutes Gefühl! 🙂 Denn auch wenn ich es ohne deine Anregung vielleicht auch nicht gekauft hätte, fühlt es sich so viel mehr nach Entscheidung als nach Verzicht an.
    Kurz gefasst: Läuft gut bei mir 😀

  • Reply
    Kristina
    14. Oktober 2019 at 18:21

    Liebe Kathrin,
    ich lese mich erst seit Kurzem durch Deinen Blog, ich hatte zwar schon mal das Ein oder Andere von Dir gelesen (auf FB?), Deinen Blg aber nicht wirklich verfolgt. Unlängst suchte ich dann nach Erfahrungsberichten über The Ordinary und bin so nochmal über Deinen Blog gestolpert. Nun habe ich ihn mir unter meinen Favouriten abgelegt und lese mich mal durch die Beiträge 🙂 und zu diesem wollte ich Dir nur sagen: Daumen hoch!!! Eigentlich ist es schrecklich, dass man sich selbst so Kaufverbote oder Einschränkungen auferlegen muss, warum wollen wir immer alles kaufen, kaufen, kaufen? Na ja, dazu gibt es ja auch unedlich viele Beiträge überall. Ich selbst versuche jedenfalls auch, nicht immer alles glech haben zu wollen, was mir gefällt. Was natürlich manchmal etwas schwer fällt. Die Alverde Parfums z.B. reizen mich seeeeehr. Da ich aber noch einige von Rituals habe, habe ich mir gesagt, dass erst ein neues Parfum einziehen darf, wenn ein anderes leer geworden ist – frühstens! Du siehst also, dass mich Deine echtlowbuy Aktion schon sehr motiviert, mich zurückzuhalten. Und das trifft nicht nur auf Kosmetik zu, auch auf Kleidung. Da hab ich schon länger meine Auflage, dass erst was Neues einziehen darf, wenn was anderes dafür geht, aber so 100%ig hab ich halt auch nicht dran gehalten. Weiterhin motivierst Du mich zum Ausmisten, so dass ich heute mal ein paar Nagellacke aussortiert habe. Denn ich hatte schon einige, die sich eigentlich ziemlich ähnlich sehen. Ok, nun freue ich mich aufs weitere Stöbern auf Deiner Seite 🙂

  • Leave a Reply

    Dieses Formular speichert Name, E-Mail und Inhalt, damit wir den Überblick über auf dieser Webseite veröffentlichte Kommentare behalten. Für detaillierte Informationen, wo, wie und warum wir deine Daten speichern, wirf bitte einen Blick in die Datenschutzerklärung.