5 MakeUp Tipps | MakeUp Game Changer | YouTube made me do it

5 MakeUp Tipps für Anfänger

Make Up spielt in meinem Leben mittlerweile seit mehr als 15 Jahren eine wichtige Rolle. Keine essentielle, aber zumindest eine so wichtige, dass ich mehrmals in der Woche einige Minuten am Tag dafür aufwende. Seit nun schon 8 Jahren habe ich darüber hinaus das große Glück mich auch nebenberuflich mit dem Thema zu befassen – nämlich auf diesem Blog. Man könnte also davon ausgehen, dass ich mittlerweile alles gesehen und meine Skills perfektioniert hätte.

Tja, schön wär’s. In Wahrheit sitze ich immer noch vor Ehrfurcht erstarrt vor so manchem YouTube Video in dem Wissen, dass mein Versuch eines zarten Eyeliners grundsätzlich in einem Alice-Cooper-Lookalike endet. Auch heute noch gibt es Techniken, an die ich mich nicht heranwage, da ich kläglich scheitern würde.

Das Schöne an dem Thema Make Up ist jedoch, dass man nie auslernt. Wenn man denn gewillt ist. Techniken und Materialen ändern sich, Trends kommen und gehen und alles ist erlaubt. Auch wenn ich mich selbst selten aus meiner neutralen Comfort Zone bewege, schaue ich mir unglaublich gerne MakeUp Tutorials in allen Farben des Regenbogens an, denn irgendetwas kann ich immer daraus ziehen.

5 MakeUp Tipps, die mein Leben verändert haben

Und so kann ich mit 30-something sagen, dass auch in den letzten Jahren immer wieder MakeUp Tipps gab, die mein MakeUp Game grundlegend verändert und vereinfacht haben. Das waren gar nicht mal wahnsinnig aufwendige oder teure Dinge, sondern oft ganz simple und sofort umsetzbare Schritte. Fünf dieser MakeUp Game Changer stelle ich euch heute vor.

MakeUp Tipps Game Changer

1. Primer abpudern

Das ein Primer die Haltbarkeit eines Lidschatten deutlich verlängert, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Er sorgt dafür, dass das Produkt besser auf der Haut haftet, gleicht Unregelmäßigkeiten aus und hilft – wenn er getönt ist – dabei, Farbunterschiede wie beispielsweise Äderchen abzudecken.

Ich begann also schon recht bald einen Primer zu verwenden. Allerdings vergaß ich einen wichtigen Schritt, den ich jedoch seit einigen Monaten umso konsequenter umsetze: Ich pudere den Primer ab, bevor ich mit den eigentlichen Lidschatten beginne. Trug ich vorher schon nach kurzer Wartezeit die farbigen Lidschatten auf, verwende ich nun zuerst einen meinem Hautton ähnlichen Lidschatten, um den Primer zu setten.

Das sorgt dafür, dass der Auftrag danach gleichmäßiger wird und das Verblenden leichter von der Hand geht. Primer sind nämlich naturgemäß etwas klebrig – daher halten die danach aufgetragenen Farben besser. Allerdings führt das auch dazu, dass an einzelnen Stellen mehr Pigmenten haften bleibt als an anderen, was den Look fleckig werden lässt.

Das leichte Abpudern verhindert dies, verringert die Haltbarkeit der Lidschatten jedoch nicht.

2. Sanfter Übergang – Transistion Shade

Es mag daran liegen, dass es für den Ausdruck „Transition Shade“ keine adäquate deutsche Übersetzung gibt, dass ich davon erstmal in englischsprachigen YouTube-Videos hörte. Aber sie hat mein MakeUp Game revolutioniert.

Das klassische Augen MakeUp besteht ja laut inoffiziellem Lehrbuch aus einer hellen Farbe, die auf dem beweglichen Lid aufgetragen wird und einer dunkleren Farbe für den äußeren Augenwinkel und die Lidfalte.

Vor allem zu Beginn meiner Make Up Biografie fürchtete ich mich vor allzu dunklen Farben, was oftmals dazu führte, dass ich am Ende Farben wählte, die sich nur in Nuancen unterschieden und auf dem Lid zu einer undefinierbaren Masse verschmolzen.

Heute weiß ich: Blending ist alles. Und das richtige Handwerkszeug. Mit einem guten Pinsel und ein paar Sekunden mehr, lässt sich jede Farbe – und sei sie noch so dunkel – fein verblenden und harmonisch einfügen.

Deutlich leichter gelingt dies mit Hilfe eben jeder Transition Shade. Gemeint ist damit eine neutrale Farbe, die farblich zwischen der hellen Farbe zu das Lid und der dunkleren Farbe für die Lidfalte (Crease) liegt und direkt nach dem Primer aufgetragen wird. Sie gibt dem Augen schon mal ein wenig Kontur und eine gute Grundlage, um die anderen beiden Farben gut ineinanderfließen zu lassen.

Ein keiner Schritt, der alles SO viel leichter macht! Jedes Augen MakeUp wird dadurch gleich viel stimmiger und runder.

3. Hightlighter richtig setzen

Früher wurde dazu geraten, Highligher auch auf den „Brauenbogen“ zu setzen. Dies öffne das Auge und wirke dunklen Augenhöhlen entgegen. Dabei ist hier jedoch die Wahl der richtigen Punkte entscheidend. Auf die gesamte Fläche unter der Braue aufgetragen, kann er nämlich gegenteilig wirken und das Auge hängen lassen, beziehungsweise. den Knochen unter der Braue so weit hervortreten lassen, dass der Rest des dunkleren Make Ups und somit die Kontur verschwimmt.

Besser ist es punktgenau zu arbeiten und den Highlighter genau unter der natürlichen – oder konstruierten – höchsten Stelle der Braue aufzutragen und eher auf feinen Schimmer als auf zu viel Glitzer zu setzen. Nur eine keine Veränderung, die aber Großes bewirkt, da auch die hervorgehobene Braue besser in Szene gesetzt und nicht überstrahlt wird.

Auch ein Tupfer Highlighter im inneren Augenwinkel wirkt wahre Wunder und ist die morgendliche Tasse Kaffee des Make Ups. 

MakeUp Tipps MakeUp Game Changer

4. Setting Spray verlängert die Haltbarkeit 

Ich hielt es lange Zeit für überflüssig, aber die Verwendung eines Setting Sprays verlängert die Haltbarkeit eines MakeUps tatsächlich. Es gibt sie für verschiedene Bedürfnisse. Von feuchtigkeitsspendend über mattierend bis hin zu „hält bombenfest die ganze Nacht“. Einziger Nachteil: Sie wirken meist über Polymere, was bedeutet sich jedes Mal ein wenig Mikroplastik ins Gesichts zu sprühen.

Allerdings kommt gegen die Verkettung der Polymere und ihren damit entstehenden Schutzschild kaum eine Alternative an. Für Tage, an denen mein Make Up länger als 6 Stunden halten muss, ist Setting Spray für mich mittlerweile unabdingbar. 

5.  Die 2-Finger-Regel

Als ich anfing mich zu schminken, gab es vor allem eine Regel: „Das Rouge (Man sagte noch Rouge. Hihi.) immer auf die Apfelbäckchen!“. Heute – auch in Anbetracht der Tatsache, dass ich mittlerweile 30+ bin – würde ich davon abraten. Denn die sogenannten Apfelbäckchen haben einen entscheidenden Nachteil: Sie bestehen aus Fett und und das folgt im Laufe der Zeit der Schwerkraft.

Auch den Rat beim Auftragen des Blushes in den Spiegel zu grinsen sollte man vielleicht nicht ganz über Bord werfen, jedoch zumindest überdenken. Beim Lächeln kommen die Apfelbäckchen nach oben und das Wangenrot sitzt genau dort, wo wir es eventuell haben wollen. Senken wir die Mundwinkel jedoch wieder, rutscht auch das Blush nach unten. 

Um das Gesicht jedoch frisch und jugendlich aussehen zu lassen, wollen wir eines, nämlich hoch hinaus. Up. Up. Up. Lift. Lift. Lift. Zu weit unten aufgetragenes Blush lässt das Gesicht schnell hängen und die Konturen verschwimmen. 

Statt die Apfelbäckchen zu betonen, solltet ihr einmal die 2-Finger-Regel ausprobieren. Was in der Bar geht, geht auch in Sachen Make Up. Allerdings helfen die Finger hier nicht die richtige Menge Alkohol für den Cocktail zu dosieren, sondern den idealen Punkt für das Blush zu finden.

Einfach zwei Finger nebeneinander und senkrecht neben den äußeren Nasenflügel halten. Der nun verdeckte Teil der Wange ist tabu. Alles, was auf die Seitenpartie des Gesichtes aufgetragen wird – ob Blusher, Bronzer, Highlighter oder Kontur – sollte spätestens hier enden. Das liftet das Gesicht ungemein und verhindert auch, dass wir zu fiebrig (Blush) , zu discokugelig (Highlighter) oder dreckig (Bronzer) aussehen. 

Jetzt bin ich auf eure Stories gespannt. Welche „MakeUp Mistakes“ kennt ihr noch aus euren Anfängen? Welche Tipps und Tricks machen euch das Leben leichter? Teilt sie gerne mit mir in den Kommentaren. 

You Might Also Like

9 Comments

  • Reply
    Sarah
    9. Februar 2018 at 08:30

    Ein sooo cooler Artikel!!! Auch wenn ich die Tipps darin schon kannte, habe ich ihn super gerne gelesen. Der Artikel erinnert mich noch einmal daran, mich an die Tricks zu erinnern (gibt das Sinn??? =)) und macht gleich Lust vor den Spiegel zu rennen und los zu legen =) Danke dafür!

    • Reply
      Kathrin
      9. Februar 2018 at 10:07

      Liebe Sarah,

      das freut mich sehr. Vielen Dank! Ich habe das Rad natürlich nicht neu erfunden, aber es ist immer wieder schön mal über den Tellerrand zu schauen und aus der Routine auszubrechen, oder? Ich bin in Sachen MakeUp manchmal auch sehr festgefahren und muss mich dran erinnern, dass es auch noch etwas anderes gibt. 😛

      Liebe Grüße
      Kathrin

  • Reply
    Meike/ Durch grüne Augen
    9. Februar 2018 at 14:34

    Hat wirklich Spaß gemacht, Deinen Artikel zu lesen, auch wenn ich die Tipps schon kannte. Die 2-Finger-Regel hatte ich mal von einem englischen YouTuber aufgeschnappt, glaube ich. Weißt Du, „Wayne“ ich meine? ;-DDDD
    Ich kann mich der Dame vor mir nur anschließen: Boah, ich hätte voll Bock jetzt Lidschatten zu verblenden, wirklich! Irgendwie bin ich bei meinem Augen-Makeup oft zu zögerlich und fahre da nur das Minimalprogramm mit Mascara. Schade eigentlich. Liegt vermutlich daran, dass auf meinen Lippen stets viel Bäm ist und ich deswegen eher „oben ohne“ gehe.
    Liebe Grüße und bis nächste Woche! 🙂
    Meike

    • Reply
      Kathrin
      9. Februar 2018 at 14:44

      Liebe Meike, die 2-Finger-Regel ist tatsächlich schon deutlich älter als Wayne. Ich habe sie mal bei einer Visagistin gelernt und halte mich seitdem stoisch dran. Ich finde es aber toll, dass es Menschen wie ihn gibt, die solche simple Dinge mal wieder aufs Tableu holen. Zur Zeit ist ja dieses „Instagram-MakeUp“ das Maß der Dinge, was leider meist nur auf Bildern gut aussieht. Ich hoffe, dass sehen auch die Mädchen die in dieser Zeit das Schminken lernen^^

      Liebe Grüße
      Kathrin

    • Reply
      Kathrin
      9. Februar 2018 at 14:45

      Und wieso das jetzt einmal als Mail rausging weiß ich auch nicht 😜 Doppelt hält besser.

  • Reply
    Ela
    10. Februar 2018 at 19:35

    Sehr spannend liebe Kathrin! Ich hab ja von Make up keine Ahnung, weil ich es allergiebedingt eh kaum verwende.. Aber das sind sehr schöne Tipps, die ich mir hoffentlich merken werde 🙂 Gern mehr solche tollen Tipps!

    Liebe Grüße,
    Ela

    • Reply
      Kathrin
      10. Februar 2018 at 20:09

      Liebe Ela,

      danke, ich freu mich, dass er dir gefallen hat. Mir fiel es tatsächlich schwer mich auf 5 Tipps zu beschränken. Vielleicht kommt da mal ein Part II 😉

      Liebe Grüße
      Kathrin

  • Reply
    strawberrymouse
    10. Februar 2018 at 19:54

    Ich hätte früher ja nicht geglaubt, dass mehr als zwei Lidschattenfarben nötig sind, aber inzwischen pinsele ich auch was das Zeug hält.^^
    Den Tipp mit dem Highlighter muss ich mal ausprobieren; ich gehöre tatsächlich zu den „ganzer Augenbrauenbogen“-Menschen. Anderseits benutze ich Highlighter auch
    erst seit dem letzten Jahr. Ich brauche für Vieles einfach länger 😀 Ich bin ja auch noch Generation Rouge und so ein Tick davon mit auf’s Auge öffnet es.
    Polymere sind übrigens nicht automatisch Mikroplastik.
    Ich benutze das Essence Matt Spray und da ist keines enthalten. Ich würde allerdings auch nicht beschwören, dass mein Make Up länger hält 😀

    • Reply
      Kathrin
      10. Februar 2018 at 20:08

      Da hast du natürlich recht. Ich habe es etwas allgemein gehalten. Wenn man sich die Inci der gängigen, gehypten Setting Sprays ansieht ist da aber fast immer in irgendeiner Form Mikroplastik enthalten. Leider.

      An den Rouge-Trick erinnere ich mich auch noch. Der muss aus der Zeit stammen, als man auch sagte, dass der Lidschatten nicht die gleiche Farbe haben darf wie der Nagellack. Oder war es der Lippenstift? Oder das Rouge? ^^

    Leave a Reply

    * Pflichtfeld

    *

    * Ich stimme dieser Datenspeicherung zu